Deutsche Wirkstoffentwicklung, japanischer Erfolg, so könnte man die aktuelle Zulassungsmeldung der FDA überschreiben. Denn die japanische Asahi Kasei erhält die FDA-Zulassung für AiCuris-Wirkstoff Pritelivir. Das 780 Mio. Euro schwere Übernahmeinvestment zahlt sich damit wohl aus – während die deutsche Biotechmarke in der neuen Therapeutikastrategie des japanischen Konzerns aufgeht. Der Name wird damit bald Geschichte sein.
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Bayer baut seine Pharmaaktivitäten in den USA weiter aus. Der Konzern will 2,2 Mrd. US-Dollar in einen neuen Produktionsstandort in New Albany, Ohio, investieren. Trotz der Milliarden, die der Leverkusener Konzern in den USA investiert, sieht man das globale Hauptquartier der Pharma-Division weiterhin Berlin.
Mit einer neuen Finanzspritze durch ein Joint-venture-artiges Spin-out mit dem Finanzinvestor Apollo verschafft sich der Leverkusener Konzern Bayer den Milliarden-Rückenwind, um mit größerem Schwung über die Startlinie zu springen, wenn die Akte Monsanto endlich ein finales Urteil erfährt. Der Kursverlauf des Jahres spiegelt die Erwartungshaltung wider, war es das dann schon oder geht da noch mehr?
Kleine und große Nachrichten erhalten in der Kurzübersicht auf transkript.de genau den gleichen Platz, nämlich ungefähr 400 Zeichen. Oft liegt es ja im Auge des Betrachters oder gar des Betroffenen, welche dieser Meldungen als besonders eingestuft wird. Es war eine ganze Menge los im Juni, trotz Hitze.
Mit der heutigen Grundsteinlegung für die Riverside Labs Berlin-Mitte entsteht im Herzen des Health Innovation Quarter Berlin-Mitte ein neues, hochspezialisiertes Forschungs- und Produktionsgebäude für die Life-Science-Branche.
Die Bayer AG stärkt ihr Ophthalmologie-Portfolio mit der Übernahme von Perfuse Therapeutics und zahlt dafür bis zu 2,45 Mrd. US-Dollar. Im Fokus steht ein Phase II-Kandidat gegen Glaukom und diabetische Retinopathie mit Potenzial als krankheitsmodifizierende Therapie.
Die Hamburger Evotec SE lässt das Personalkarusell sich kräftig drehen. Doch die Einstellungen sind nur der eine Teil, der für frischen Wind bei dem Wirkstoffentwickler sorgen soll. Zudem mischt sich ein aktivistischer Investor in die Strategie ein und wünscht eine Abspaltung der lukrativen Produktionssparte Just Evotec Biologics. Ob das im Sinne des Unternehmens ist, bleibt die Frage, dass Evotec überhaupt wieder Gesprächsstoff liefert, dürfte aber hochwillkommen sein.
Der ehemalige Bayer-Manager Dieter Weinand soll neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Evotec SE werden. Vorgeschlagen hat ihn der Aufsichtsrat des Hamburger Unternehmens.
Der Schweizer Pharmakonzern Roche verstärkt sein Engagement in einer neuen Wirkstoffklasse und knüpft dabei an eine fast zehn Jahre alte Kooperation an. Gemeinsam mit der US-amerikanischen C4 Therapeutics arbeitet Roche künftig an sogenannten Degrader-Antikörper-Konjugaten (DACs) und zahlt dafür 20 Mio. US-Dollar upfront sowie potenziell mehr als 1 Mrd. US-Dollar an Meilensteinen.
Nach einem herausfordernden Jahr sendet Evotec wieder vorsichtig optimistische Signale. Der Hamburger Wirkstoffforscher hat 2025 bei einem leicht rückläufigen Umsatz von rund 788 Mio. Euro seine Profitabilität deutlich verbessert: Das bereinigte operative Ergebnis stieg auf 41 Mio. Euro und lag damit klar über dem Vorjahr.

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Lars Hübner
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