Die Hamburger Evotec SE lässt das Personalkarusell sich kräftig drehen. Doch die Einstellungen sind nur der eine Teil, der für frischen Wind bei dem Wirkstoffentwickler sorgen soll. Zudem mischt sich ein aktivistischer Investor in die Strategie ein und wünscht eine Abspaltung der lukrativen Produktionssparte Just Evotec Biologics. Ob das im Sinne des Unternehmens ist, bleibt die Frage, dass Evotec überhaupt wieder Gesprächsstoff liefert, dürfte aber hochwillkommen sein.
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Der ehemalige Bayer-Manager Dieter Weinand soll neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Evotec SE werden. Vorgeschlagen hat ihn der Aufsichtsrat des Hamburger Unternehmens.
Der Schweizer Pharmakonzern Roche verstärkt sein Engagement in einer neuen Wirkstoffklasse und knüpft dabei an eine fast zehn Jahre alte Kooperation an. Gemeinsam mit der US-amerikanischen C4 Therapeutics arbeitet Roche künftig an sogenannten Degrader-Antikörper-Konjugaten (DACs) und zahlt dafür 20 Mio. US-Dollar upfront sowie potenziell mehr als 1 Mrd. US-Dollar an Meilensteinen.
Nach einem herausfordernden Jahr sendet Evotec wieder vorsichtig optimistische Signale. Der Hamburger Wirkstoffforscher hat 2025 bei einem leicht rückläufigen Umsatz von rund 788 Mio. Euro seine Profitabilität deutlich verbessert: Das bereinigte operative Ergebnis stieg auf 41 Mio. Euro und lag damit klar über dem Vorjahr.
Neue US-Zölle auf Medikamente erhöhen den Druck auf Europas Pharmakonzerne. Unternehmen wie Roche und Novartis reagierten mit milliardenschweren Investitionen in den USA. Der vfa fürchtet nun eine weitere Verlagerung von Produktion und Innovation und sieht Europa immer mehr ins Hintertreffen geraten, wenn nicht reagiert werde.
Jahrelange Unsicherheiten ob der zahlreichen anhängigen Klagen gegen die Geschäftseinheit Monsanto könnten durch einen teuren, aber auch gedeckelten Gerichtsvergleich endlich beendet werden. Rund 7 Mrd. US-Dollar müsste Bayer demnach über rund 20 Jahre abstottern, um die Schadensersatzklagen zu befrieden.
Bayer kann einen Erfolg in der Schlaganfallbehandlung vermelden, obwohl eine frühere Studie mit dem gleichen Wirkstoff wegen geringen Nutzens beendet worden war. Der Ansatz zur Hemmung des Faktor XIa ist dabei ein „First-in-class“-Beispiel aus Leverkusen. Ob die Daten für die Zulassung ausreichen, bleibt abzuwarten.
Bayer steigt bei diagnostischen Radiotracern für die molekulare Bildgebung ein und übernimmt dazu von dem US-amerikanischen Biotech-Unternehmen Attralus zwei diagnostische Radiotracer zur Erkennung der kardialen Amyloidose. Mit dem PET- und SPECT-Tracer steigt der Konzern erstmals gezielt in die Entwicklung krankheitsspezifischer Bildgebungsmarker ein.
In schöner Tradition haben wir in unsere Webstatistik geschaut und finden darin einen deutlichen Gewinner: die Martinsrieder Medigene AG lieferte die meistgelesene Meldung, jedoch leider mit dem Gang in die Insolvenz. Andere haben es erstmals in die Top 10 geschafft, aber auch Wiederholungstäter sind dabei.
Im jahrelangen Glyphosat-Streit deutet sich in den USA eine mögliche Vereinfachung gerichtlicher Verfahren an, entschieden ist aber noch nichts. Die US-Regierung signalisierte nun Unterstützung dafür, dass nur noch das oberste Bundesgericht über den Fall entscheiden soll und nicht in jedem Bundesstaat einzelne Verfahren zu absolvieren sind. Der Aktienkurs nimmt die Nachricht überaus positiv auf und schießt nach oben.

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